Innovative Unternehmen brauchen Geld, um zu starten und zu wachsen. Ob Business Angels, Private Equity oder ergänzendes Fördergeld. Die Wege der Gründer an Risikokapital privater Geldgeber heran zu kommen sind nicht leicht.
Für die meisten Gründer ist es die größte Hürde, in der Frühphase Geld zu akquirieren. Wenn die staatlichen Fördermöglichkeiten ausgeschöpft sind oder noch nicht passen, müssen private Kapitalgeber her. Wer Sicherheiten vorweisen kann, der bekommt in den meisten Fällen auch einen Kredit von seiner Hausbank. Ungleich schwieriger haben es diejenigen mit wirklich neuen Ideen und mangelndem privatem Vermögen. "Was Banken nicht besichern können, das finanzieren sie nicht", berichtet DI Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der AWS - Austria Wirtschaftsservice GmbH.
Nicht ohne Grund heißt Kapital für innovative Gründer auch Risikokapital: Wenn die Idee scheitert, ist auch das investierte Geld des Investors weg. Business Angels sind für Gründer interessant weil sie aus dem Hintergrund helfen und sich persönlich kümmern - zum einen mit frischer Liquidität, zum anderen mit unternehmerischer Erfahrung und Geschäftskontakten sowie mit einer externen – objektiven Sichtweise.
Der erfolgreiche i2 Exit
Meist haben Business Angels vorher selbst Unternehmen gegründet oder gemanagt, und kennen sich deshalb gut aus. Dr. Michael Havel, ein Wiener Chirurg mit wissenschaftlicher Expertise und einer ausgeprägten, unternehmerischen Ader ist ein solcher i2 Business Angel. "Er war nie ein leichter Mitgesellschafter aber er hat uns enorm geholfen", erinnert sich Dr. Thomas Neubauer Gründer der SYMENA Software und Consulting GmbH. Nach einer Prämierung beim Business Plan Wettbewerb i2b im Jahr 2001 wurde auch die AWS sehr früh auf dieses Start Up Unternehmen aufmerksam. Bereits im Juli 2002 konnte über i2 die neu gegründete SYMENA an den Business Angel Dr. Havel vermittelt werden. AWS Garantien und ein Technologiezuschuss haben diese Gründungsfinanzierung in einer sehr frühen Phase finanziert.
„Ohne die Unterstützung der AWS hätte es SYMENA nicht gegeben. Das ist keine Schmeichelei, sondern eine Tatsache!“ bekundet Thomas Neubauer.
2011 erhielten die, seit 2004 operativ erfolgreichen Unternehmer den Exportpreis der WKO für die erfolgreiche Kommerzialisierung ihrer Software zur Planung und Optimierung von Mobilfunk Netzwerken. Im Sommer 2012 konnte ein strategischer, britisch-amerikanischer Partner an Land gezogen werden, der schließlich die gesamte Firma übernommen hat. Nicht nur ein Schritt zur erfolgreichen Internationalisierung des Geschäftes welches in Österreich begonnen hat, sondern ein äußerst lukrativer Exit für die Gründer und den i2 Business Angel.
Eine frische i2 Beteiligung - Der High Tech Deal des Jahres
Business Angels sind in der Regel selbst leidenschaftliche Unternehmer, "die deshalb alles dafür tun werden, dass der Start glückt", schildert Bernd Litzka, Leiter von i2 –Die Börse für Business Angels, der die 170 Privatinvestoren der AWS auch persönlich kennt. Sie sind im Idealfall Verbündete der Gründer und kennen meist auch den Markt und die Branche. Diskretion ist jedoch ein entscheidender Faktor in diesem Geschäft der AWS.
So konnte im Juni 2012 ein neuer Privatinvestor der i2 Börse an das Wiener High Tech Unternehmen APEIRON Biologics AG zügig vermittelt werden. Das Risiko des Projektes zur Entwicklung pharmazeutischer Wirkstoffe, die bei immunologischen Therapien und Begleittherapien gegen Krebs eingesetzt werden, ist naturgemäß groß. Die Suche nach passenden Investoren dementsprechend hart. Dennoch fand ein Wiener Business Angel, der selbst seit 2007 erfolgreich sein eigenes Unternehmen höchst profitabel führt, über die Förderbank zu APEIRON und investierte. Für die AWS ist das ein weiterer Hinweis, dass öffentliche Förderungen und Privatinvestoren recht gut zu kombinieren sind.
Kontakt: www.business-angels.at